ERR
Unschärfen, Fehlbelichtungen, Entwicklungsstörungen, Kratzer, Überlagerungen: Die Fotografien der Arbeit ERR sind durch Abweichungen geprägt, die in der fotografischen Praxis als Störungen oder Fehler gelten. Sie destabilisieren die Motive, stören die Lesbarkeit und signalisieren zugleich die fotochemische Herkunft der Bilder. Grundlage für die in der Arbeit versammelten Fotografien sind schwarz-weiß Negative, die in einem universitären Fotolabor, nach der Filmentwicklung entsorgt wurden, da sie den Erwartungen an ein korrektes, funktionierendes Foto nicht entsprachen.
Doch das Scheitern wird in ERR nicht als Defizit verstanden, sondern in Anlehnung an Peter Geimer als ein spezifisches Potenzial. Denn diese “fehlerhaften“ Fotografien lenken den Blick auf die Gleichzeitigkeit von Bild und Material. Was dem Motiv an Sichtbarkeit entzogen wird, tritt zugleich als Erscheinung des Bildträgers hervor. Sie brechen mit der Transparenz der Fotografie und offenbaren ihre Materialität und Prozesshaftigkeit sowie die Spannung zwischen Absicht und Kontrollverlust.
ERR ist Teil einer fortlaufenden Werkgruppe, die sich mit Ausschüssen und Nebenprodukten analoger Fotografie beschäftigt. Ausgangspunkt sind Materialien, die im fotografischen Prozess entstehen, jedoch üblicherweise entsorgt werden. Durch Aneignung, Re-Kontextualisierung und fotografische Neubearbeitung werden sie zugänglich gemacht und auf ihr visuelles Potenzial hin untersucht.










TPITP
The Photographic In The Privat untersucht die enge Verschränkung von privatem Lebensraum und fotografischer Praxis.
Auf nur 21 Quadratmetern, inklusive Küche und Bad, entsteht ein hybrider Ort: Atelier, Dunkelkammer und Wohnung zugleich. Nachdem ich nach dem Studium die universitären Fotolabore nicht mehr nutzen konnte und mir finanziell weder eine größere Wohnung noch ein separates Atelier oder eine Dunkelkammer zur Verfügung standen, verlagerte sich meine gesamte Bildproduktion in meine Einraumwohnung. Die Fotografie wurde damit zur Mitbewohnerin in einem ohnehin begrenzten Raum.
Analoge Prozesse wie Filmentwicklung und Vergrößerung greifen unmittelbar in den Alltag ein. Das ständige Umfunktionieren des Wohnzimmers zur Dunkelkammer und zurück prägt den Rhythmus des Wohnens und strukturiert den Tagesablauf ebenso wie die fotografische Arbeit selbst. Die mit Blitz auf Mittelformatfilm realisierten Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen Stillleben aus fotografischen Materialien und persönlichen Gegenständen. Sie verweisen auf eine Situation, in der sich Arbeitsmittel und private Objekte, Produktion und Intimität, Funktionalität und Nähe überlagern.
Der begrenzte Raum erzeugt eine physische wie mentale Verdichtung, in der das Fotografische nicht mehr klar vom Privaten zu trennen ist. Bildproduktion wird Teil des täglichen Lebens, während der Lebensraum selbst zum Motiv, zum Labor und zum Schauplatz fotografischer Prozesse wird.












ERR
Unschärfen, Fehlbelichtungen, Entwicklungsstörungen, Kratzer, Überlagerungen: Die Fotografien der Arbeit ERR sind durch Abweichungen geprägt, die in der fotografischen Praxis als Störungen oder Fehler gelten. Sie destabilisieren die Motive, stören die Lesbarkeit und signalisieren zugleich die fotochemische Herkunft der Bilder. Grundlage für die in der Arbeit versammelten Fotografien sind schwarz-weiß Negative, die in einem universitären Fotolabor, nach der Filmentwicklung entsorgt wurden, da sie den Erwartungen an ein korrektes, funktionierendes Foto nicht entsprachen.
Doch das Scheitern wird in ERR nicht als Defizit verstanden, sondern in Anlehnung an Peter Geimer als ein spezifisches Potenzial. Denn diese “fehlerhaften“ Fotografien lenken den Blick auf die Gleichzeitigkeit von Bild und Material. Was dem Motiv an Sichtbarkeit entzogen wird, tritt zugleich als Erscheinung des Bildträgers hervor. Sie brechen mit der Transparenz der Fotografie und offenbaren ihre Materialität und Prozesshaftigkeit sowie die Spannung zwischen Absicht und Kontrollverlust.
ERR ist Teil einer fortlaufenden Werkgruppe, die sich mit Ausschüssen und Nebenprodukten analoger Fotografie beschäftigt. Ausgangspunkt sind Materialien, die im fotografischen Prozess entstehen, jedoch üblicherweise entsorgt werden. Durch Aneignung, Re-Kontextualisierung und fotografische Neubearbeitung werden sie zugänglich gemacht und auf ihr visuelles Potenzial hin untersucht.










TPITP
The Photographic In The Privat untersucht die enge Verschränkung von privatem Lebensraum und fotografischer Praxis.
Auf nur 21 Quadratmetern, inklusive Küche und Bad, entsteht ein hybrider Ort: Atelier, Dunkelkammer und Wohnung zugleich. Nachdem ich nach dem Studium die universitären Fotolabore nicht mehr nutzen konnte und mir finanziell weder eine größere Wohnung noch ein separates Atelier oder eine Dunkelkammer zur Verfügung standen, verlagerte sich meine gesamte Bildproduktion in meine Einraumwohnung. Die Fotografie wurde damit zur Mitbewohnerin in einem ohnehin begrenzten Raum.
Analoge Prozesse wie Filmentwicklung und Vergrößerung greifen unmittelbar in den Alltag ein. Das ständige Umfunktionieren des Wohnzimmers zur Dunkelkammer und zurück prägt den Rhythmus des Wohnens und strukturiert den Tagesablauf ebenso wie die fotografische Arbeit selbst. Die mit Blitz auf Mittelformatfilm realisierten Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen Stillleben aus fotografischen Materialien und persönlichen Gegenständen. Sie verweisen auf eine Situation, in der sich Arbeitsmittel und private Objekte, Produktion und Intimität, Funktionalität und Nähe überlagern.
Der begrenzte Raum erzeugt eine physische wie mentale Verdichtung, in der das Fotografische nicht mehr klar vom Privaten zu trennen ist. Bildproduktion wird Teil des täglichen Lebens, während der Lebensraum selbst zum Motiv, zum Labor und zum Schauplatz fotografischer Prozesse wird.











